Die israelische Gedenkstätte Yad Vashem wird in München ein Holocaust-Bildungszentrum eröffnen und damit sein weltweites Engagement in der Holocaust-Bildung und Erinnerungsarbeit verstärken. Der Standort des Zentrums wurde nach einer umfassenden bundesweiten Machbarkeitsstudie mit Unterstützung der deutschen Regierung ausgewählt. Das neue Bildungszentrum am Karolinenplatz im Zentrum von München wird das erste von Yad Vashem außerhalb Israels sein. München, so die Begründung der Entscheidung, sei aufgrund seiner strategisch günstigen Lage und seiner Bildungslandschaft ausgewählt worden, was die Stadt zu einem idealen Standort für die Holocaust-Bildung mache. Das deutsche Yad-Vashem-Zentrum möchte in den Bereichen Erinnerung, Dokumentation und Vermittlung eine möglichst große pädagogische Reichweite und Wirkung erzielen. Mit dem Standort München solle es als bundesweite Plattform für ein Publikum in ganz Deutschland und den Nachbarländern dienen. Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem strebt außerdem an, eine zusätzliche Außenstelle seines Bildungszentrums in Leipzig, Sachsen, zu eröffnen. Diese kleinere Einrichtung wird interaktive Lernräume bereitstellen und richtet ihre Angebote an Pädagogen in der gesamten Region sowie in deren Nachbarländern. Schließlich wird Yad Vashem seine langjährige Bildungspartnerschaft mit Nordrhein-Westfalen ausbauen. Über die Beziehung zwischen Dülmen und Yad Vashem wurde 2021 in der Publikation „Im Bündel des Lebens. Jüdische und alttestamentliche Spuren in Dülmen“ (S. 46) >>> berichtet.

Das Foto zeigt eine Dülmener Gäste in Yad Vashem.